Geschäftsklima-Index

Stimmung bei ostdeutschen Unternehmen laut Ifo-Institut deutlich gesunken

Motoren werden in einem Motorenwerk über die Fertigungslinie gefahren.
Motoren werden in einem Motorenwerk über die Fertigungslinie gefahren. (Foto: Hendrik Schmidt/dpa)

Dresden/dpa - Die Stimmung der Unternehmen in Ostdeutschland hat sich im Juli verschlechtert. Wie das Ifo-Institut in Dresden am Donnerstag mitteilte, schätzen die Firmen ihre derzeitige Lage zwar nach wie vor besser ein als im Vormonat, die Erwartungen gingen allerdings „überaus deutlich“ zurück.

Der Geschäftsklima-Index, der Auskunft über das regionale Stimmungsbild gibt und als Frühindikator für die Konjunktur gilt, kletterte im Juli erneut über die 100er-Marke, lag mit 101,4 Punkten allerdings unter dem Wert im Juni (102,6).

Positiv sticht nur das Verarbeitende Gewerbe heraus, wo sich das Geschäftsklima spürbar erwärmte, hieß es. Die Industrie bewertete sowohl die laufenden Geschäfte als auch den Ausblick besser als im Juni. Auch die Dienstleistungsunternehmen hoben ihre Lageeinschätzungen kräftig an, ihre Erwartungen aber fielen „überaus deutlich“.

Auch im Handel sank die Stimmung laut ifo spürbar: Der Einzelhandel bewertete die laufenden Geschäfte weniger gut, der Großhandel die Erwartungen deutlich schlechter. Ähnlich sah es bei den befragten Bauunternehmen im Osten aus: Sie schätzten ihre Lage etwas weniger gut ein und senkten die Erwartungen für die Zukunft.

Das Ifo-Geschäftsklima für Ostdeutschland basiert auf etwa 1700 monatlichen Meldungen von Firmen verschiedener Branchen. Insgesamt erwarten die Ökonomen eine schnelle und kräftige Erholung der Ost-Wirtschaft.