Elon Musk

Tesla nimmt Bitcoin erst bei besserer Umweltbilanz wieder an

Erst investierte Tesla viel Geld in Bitcoin und akzeptierte die Digitalwährung sogar als Bezahlung für seine E-Autos, dann war plötzlich wieder Schluss damit. Grund: der immense Energieverbrauch.

Von dpa
Tesla-Chef Elon Musk.
Tesla-Chef Elon Musk. Susan Walsh/AP/dpa

Palo Alto - Tesla wird nach den Worten von Firmenchef Elon Musk Bitcoin erst wieder als Zahlungsmittel akzeptieren, wenn sich die Umweltbilanz der Digitalwährung deutlich verbessert.

Als Richtmarke gab Musk in einem Tweet am Sonntag einen Anteil erneuerbarer Energie von rund 50 Prozent bei der Bitcoin-Produktion an.

Bitcoin werden durch komplexe Rechenaufgaben auf Computern erzeugt. Dabei werden große Mengen Strom verbraucht. Umweltschützer kritisieren die Digitalwährung deshalb als Klimakiller.

Musk und Tesla hatten in den vergangenen Monaten mehrere Ankündigungen zum Bitcoin gemacht, die den Kurs der Digitalwährung schwanken ließen. Erst gab das Unternehmen bekannt, dass man rund 1,5 Milliarden Dollar in Bitcoin investiert habe und bald auch in der Digitalwährung für die Autos bezahlen lassen werde. Im März wurde die Möglichkeit tatsächlich eingeführt - und nach weniger als zwei Monaten unter Verweis auf die schlechte Bitcoin-Umweltbilanz wieder auf Eis gelegt.

Mit diesem Zick-Zack-Kurs gingen auch Schwankungen beim Bitcoin-Preis einher. Musk wies Vorwürfe einer Manipulation des Bitcon-Kurses zurück. Im Gegenteil habe Tesla rund zehn Prozent seiner Bitcoin-Bestände verkauft, um zu beweisen, dass man sie abstoßen könne, ohne den Kurs stark zu verschieben.