Da klingt doch tatsächlich ein wenig Schadenfreude im gestrigen Tätigkeitsbericht der Polizeiinspektion Sömmerda durch: „Da war aber einer unartig dieses Jahr und braucht sich keine Hoffnung zu machen, dass der Weihnachtsmann ihm was bringt.“ Schon die Überschrift weist auf einen großen Fahndungserfolg hin: „Weihnachten gerettet / Grinch gefangen.“

Die Sache mit den Weihnachtskugeln

Was den Diensthabenden zu solch literarischen Höchstleistungen angespornt hat, ist ein Fall von adventlicher Kriminalität: In der Nacht stoppte ein Radfahrer vor geschmückten Bäumen eines Supermarktes, „pflückte“ eine Weihnachtskugel nach der anderen, verpackte sie sorgfältig und legte sie vorsichtig in seinen Fahrradkorb.

Doch als der 30-Jährige bemerkte, dass die Polizei nahte, gab es für ihn auf der Flucht zwei unüberwindliche Hürden: die Bordsteinkante und sein Pegel von 1,98 Promille. Er stürzte – und die Hälfte der erbeuteten Kugeln lag in Scherben ... Das knallharte Ermittlungsergebnis der Polizei: Die Kugeln seien wohl „nicht so gut verpackt“ gewesen ...