Die Polizei im sonst eher beschaulichen Saarland meldet für das neue Jahr bereits einen Einsatz aus der Kategorie „Kurioses“: Zeugen hatten den Ordnungshütern in einer Gemeinde bei Saarlouis von einem Mann berichtet, der nackt aus einem am Straßenrand geparkten, „nicht näher beschreibbaren“ Fahrzeug ausgestiegen sei.

Nudismus in aller Öffentlichkeit, und das Anfang Januar: Unerhört und bei den winterlichen Temperaturen wahrscheinlich auch gesundheitsgefährdend! Vielleicht benötigt der Nackedei ja sogar ärztliche Hilfe?

Wer hat durchs Fenster gespäht?

Jedenfalls schickte die Polizeiinspektion sofort Einsatzkräfte an den Ort der Nackten-Sichtung. Und tatsächlich fanden sie das den Zeugen so verdächtig vorkommende Fahrzeug samt Anhänger. Auch einen Mann trafen sie an – der aber verzichtete zumindest in Anwesenheit der Beamten auf jegliche Erregung öffentlichen Ärgernisses. „Ausreichend bekleidet“ habe er sein geparktes Gefährt, das sich als mobile Fass-Sauna herausstellte, vor und nach seinen Saunagängen betreten und verlassen. Ob er in seinem Schwitz-Fass tatsächlich alle Hüllen fallen ließ, dürfte wohl nur jemand gesehen haben, der ganz neugierig durchs Fenster gespäht hat ...

Bei diesem Anlass aber zeigt sich, dass in Deutschland noch einige Regelungslücken klaffen. Denn zum Saunieren in am Straßenrand geparkten Fass-Saunen gibt es allen Ernstes keine Gesetze und Verordnungen. Das sollte schleunigst nachgeholt werden – damit die Polizei nicht künftig unverrichteter Dinge wieder abziehen muss.