Obermarchtal (dpa) l Bei Ausflügen an Gewässer und bei Badeunfällen sind am Wochenende mehrere Menschen gestorben, darunter zwei Kinder. Im baden-württembergischen Obermarchtal ertrank ein 30 Jahre alter Mann bei einem Junggesellenabschied am Samstag in der Donau. Er gehörte zu einer Gruppe, die sich zu einer Tour mit Booten aufgemacht hatte, an verschiedenen Stationen Zwischenstopps machte und dabei "nicht unerhebliche Mengen Alkohol" trank, wie die Polizei mitteilte.

Ersten Ermittlungen zufolge suchte der 30-Jährige am späten Nachmittag seine Sonnenbrille im Wasser, die er dort zum wiederholten Mal verloren haben soll. Ohne Schwimmweste stand er zunächst im niedrigen Wasser und war dann plötzlich weg. Fast 120 Einsatzkräfte waren an der Suche mit Boot, Hubschrauber und Drohne beteiligt. Taucher fanden den Mann schließlich tot im Wasser.

In Hannover starb ein fünfjähriges Mädchen. Wie ein Polizeisprecher am Samstag sagte, hatte das Kind am Vorabend mit zwei Vierjährigen am Märchensee gespielt. Ein Spaziergänger bekam mit, dass ein Kind fehlte und wählte den Notruf. Ein Polizeibeamter fand die Fünfjährige unter Wasser und zog sie ans Ufer. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen starb das Kind wenig später im Krankenhaus. Die Polizei prüft, ob die Erziehungsberechtigten gegen ihre Aufsichtspflicht verstoßen haben.

An einem See im nordrhein-westfälischen Hückelhoven kam laut Polizei eine Elfjährige ums Leben. Sie ging demnach am Freitagabend in den Adolfosee, verlor den Halt und geriet unter Wasser. Eine Gleichaltrige, die am Ufer wartete, den Angaben zufolge Nichtschwimmerin, versuchte, mit ihrem Fahrrad Hilfe zu holen. Währenddessen kamen Spaziergänger zum See, die den im Wasser treibenden Körper sahen und den Rettungsdienst alarmierten. Das Mädchen starb im Krankenhaus.

Nahe der tschechischen Grenze war am Sonntagmittag ein 16-Jähriger noch immer verschwunden, der in der Sächsischen Schweiz in Bad Gottleuba-Berggießhübel nach einem mutmaßlichen Badeunfall seit Freitag vermisst wurde, wie die Polizei mitteilte.