Wuppertal (dt) l Während des Corona-Lockdowns waren Alltagsprodukte wie Klopapier und Küchenrollen bundesweit Mangelware. Weil viele sich zu Beginn der Pandemie eindecken wollten, standen etliche Käufer vor leeren Regalen. Droht sich dieses Szenario nun zu wiederholen?

In einem Lebensmittelgeschäft in Wuppertal finden wohl wieder Hamsterkäufe statt. Wie die "Wuppertaler Rundschau" berichtet, sei einem örtlichen Supermarkt-Leiter und seinem Team in den vergangenen Tagen ein massiver Anstieg bei der Nachfrage an Küchenrollen, Toilettenpapier und lange haltbaren Lebensmitteln wie Mehl und Nudeln aufgefallen.

In anderen Geschäften sehe es ähnlich aus, wird der Marktleiter weiter zitiert und richtet einen Appell an die Kunden: Wenn alle Kunden wie gewohnt einkaufen würden, könnten Lieferketten auch aufrecht erhalten werden. Dieses Verhalten sei egoistisch, denn die "Normal-Einkäufer" stünden so vor leeren Regalen. Hamsterkäufe seien nicht nötig. Dem Bericht nach wird der Marktleiter nun bestimmte Sorten Toilettenpapier reglementieren - mit einer Packung pro Haushalt.

Ein Einzelfall? Wie die Wirtschaftswoche in einem kürzlich veröffentlichten Beitrag berichtet, vermeldet auch Aldi Süd "einen leichten Anstieg der Nachfrage nach vereinzelten Produkten, darunter auch Toilettenpapier." Bei Lidl geben es dagegen einen leichten Anstieg der Nachfrage nach Hygieneprodukten.

Ob die bundesweit steigenden Corona-Zahlen daran Schuld haben, lässt sich nur mutmaßen. Kaufland, dm oder Rewe können einem Bericht der Wirtschaftswoche von Anfang Oktober nach bislang kein verändertes Nachfrageverhalten feststellen.