Amberg (dpa) l Bei den Angriffen von Flüchtlingen auf Passanten Ende 2018 in Amberg sind mehr Menschen verletzt worden als bislang bekannt. Nach Angaben von Staatsanwaltschaft und Polizei vom Montag trugen 15 Menschen in der Innenstadt Verletzungen davon. Die Ermittler hatten zunächst von zwölf Verletzten gesprochen. Die meisten Menschen wurden bei den willkürlichen Angriffen leicht verletzt. Unter den Opfern der Männer aus Afghanistan und dem Iran waren auch Bürger, die Menschen zur Hilfe eilten. Die Ermittler zählten insgesamt 21 Geschädigte, die von den jungen Männern angegriffen worden waren.

Inzwischen seien die Ermittlungen abgeschlossen, hieß es weiter. Die Tatverdächtigen säßen weiter in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hatte vergangene Woche Anklage erhoben. Den Männern wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen, drei von ihnen auch Beleidigung. Einer hatte zudem bei der Festnahme Polizisten angegriffen. Das Amtsgericht muss über die Eröffnung eines Hauptverfahrens entscheiden.

Die Asylanträge der vier Angeschuldigten sind abgelehnt worden, bei mindestens einem liegen den Angaben nach die rechtlichen Voraussetzungen für eine Abschiebung vor. Oberstaatsanwalt Joachim Diesch sagte, die Staatsanwaltschaft werde bis zum Abschluss eines möglichen Gerichtsverfahrens keine Zustimmung zu einer Abschiebung erteilen.