Magdeburg l 11. Februar, 11.2., 112 - in wenigen Schritten lässt sich das Datum in die Telefonnummer wandeln, weshalb der 11. Februar vor elf Jahren zum "Tag des Notrufs" ernannt wurde. An dem Tag geht es um die Arbeit der Feuerwehr, die etwas genauer in den Beruf blicken lässt.

Dabei stehen zwei Themen im Vordergrund: Zum einen die Fragen, wann der Notruf überhaupt gewählt werden sollte und was bei dem Telefonat zu beachten ist.

Einsatz-Getwitter

Das andere große Thema wird bei Social-Media-Aktionen wie dem "Twittergewitter" oder "112live" geklärt. Dort schildern teilnehmende Feuerwehren aus ganz Deutschland ihren Berufsalltag und schaffen so mehr Transparenz, als es die sonst üblichen Einsatzberichte tun. 

Zwischen 8 Uhr und bis 20 Uhr schreiben die Feuerwehren live über das, was sie erleben - filmen etwa Kollegen auf Einsätzen, vergleichen die Länge ihrer Rutschstangen oder geben sich als Feuerwehren aus, um sich nette Anekdoten auszudenken.

In den größeren Städten Sachsen-Anhalts ist die Aktion allerdings noch nicht angekommen. Für die Magdeburger Feuerwehren etwa wird es "ein Tag wie jeder andere", wie Ulrich Claus vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz angab.

Für die Teilnahme fehlt allerdings auch die Plattform, denn, so Claus weiter: "Zur Zeit gibt es noch niemanden so richtig, der das übernimmt." Die meisten begonnenen Twitter-Accounts zum Thema sind inzwischen inaktiv, Einsatzberichte gibt es über Pressemitteilungen oder Facebook- und Webseiten der einzelnen Magdeburger Stadtteile wie zum Beispiel in Rothensee.

Daher bleibt es hier erstmal ein recht normaler, nicht öffentlicher dokumentierter Arbeitstag. Der dürfte vor allem von Aufräumarbeiten nach dem Sturm "Sabine" eingenommen werden.