Berlin (dpa) l Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will bei einer Neuauflage der Großen Koalition wieder einen Ostbeauftragten einsetzen. Die Position solle weiter beim Wirtschaftsministerium angesiedelt sein, hieß es am Montag in CDU-Kreisen. Zuvor hatte die "Mitteldeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Das Amt hatte zuletzt die Parlamentarische Staatssekretärin beim Wirtschaftsministerium, die SPD-Politikerin Iris Gleicke, inne. Es wurde in den vergangenen Monaten wiederholt infrage gestellt. In der CDU gab es aber auch Irritationen darüber, dass sich auf Merkels Ministerliste für ein schwarz-rotes Kabinett keine Ostdeutschen finden.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte der Zeitung mit Blick auf die Koalitionsvereinbarung von Union und SPD: "Wir werden die sehr guten inhaltlichen Einigungen auch personell gut umsetzen können."