Wollin (dpa) l Nach dem Fund von Leichenteilen an der Autobahn 2 zwischen Wollin und Ziesar beschäftigt sich die Ermittler weiter mit den Spuren vor Ort. "Wir ermitteln weiter und werten die Spurenlage aus", sagte ein Sprecher der Polizei am Freitag. Möglichkeiten zur Identifizierung würden geprüft und mit der Staatsanwaltschaft das weitere Vorgehen besprochen. "Wichtig ist: Wir haben keine Anhaltspunkte für eine Straftat."

Am Donnerstag waren Beamte auf der Suche nach einer vermissten Frau aus Brandenburg/Havel auf die Leichenteile gestoßen. Sie hatten auch persönliche Gegenstände gefunden. Ob es einen Zusammenhang zu dem Vermisstenfall gebe, ob es sich um einen Unfall handle oder ob es Hinweise auf einen Suizid oder eine Straftat gebe, müsse geprüft werden, hieß es noch am Donnerstag. Bis zum Abend waren Kriminalisten entlang der Anschlussstelle im Einsatz.

Nach einem Bericht der "Märkischen Allgemeinen" war ein Polizist am Dienstagabend auf das verlassene Auto der seit vergangenem Sonntag vermissten Frau gestoßen. Die Polizei suchte daraufhin mit Suchhunden und einem Polizeihubschrauber nach der Frau – vergebens.

Nach dem Medienbericht vom Donnerstag soll sich in dem Bereich auf der A2 ein Unfall ereignet haben. Ein Berliner Autofahrer, der in Richtung Magdeburg unterwegs war, soll demnach einen Aufprall bemerkt aber niemanden gesehen haben. An der Raststätte Buckautal habe er einen Wildunfall gemeldet.