Berlin (dpa) l Ein Autofahrer ist am frühen Samstagmorgen in Berlin-Gesundbrunnen in eine Gruppe Fußgänger gerast. Dabei wurden nach Angaben der Polizei fünf Menschen schwer verletzt, davon eine 29-jährige Frau lebensgefährlich. Sie kamen allesamt zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Der Zustand der Frau wurde als "sehr kritisch" beschrieben. Bei den übrigen Verletzten handelt es sich laut Polizei um eine 28 Jahre alte Frau sowie zwei 28-Jährige und einen 31-jährigen Mann.

Entgegen ersten Informationen war der 30 Jahre alte Fahrer nicht betrunken, wie eine Polizeisprecherin sagte. Auch gebe es derzeit keine Hinweise darauf, dass er unter dem Einfluss von Drogen oder Medikamenten stand. In einer Gefangenensammelstelle habe sich der Mann freiwillig einer Blutprobe unterzogen, hieß es in einer Mitteilung der Polizei. Nach einer Vernehmung sei er gegen Zahlung einer Sicherheitsleistung entlassen worden.

Die Unfallursache ist der Sprecherin zufolge bislang völlig unklar, dazu liefen derzeit Ermittlungen. Es müssten viele Zeugen befragt werden. Nichts deute momentan auf einen möglichen Anschlag hin, sondern alles spreche für einen Unfall.

Der Autofahrer war den Angaben zufolge auf der Osloer Straße in Richtung Bornholmer Straße unterwegs, wo er laut Zeugen an der Prinzenallee eine rote Ampel missachtete. Auf der Kreuzung sei der Wagen ins Schlingern geraten, nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und in die auf dem Gehweg stehende Fußgänger-Gruppe gefahren, die gerade bei Grün die Osloer Straße in Richtung Wollankstraße überqueren wollte. Das Auto kam schließlich am Gartentor eines Biergartens zum Stehen. Es wurde sichergestellt, um ein technisches Gutachten erstellen zu lassen.