Hamburg (dpa/dt) l In der Nähe der Synagoge in Hamburg ist es am Sonntagnachmittag zu einem Angriff gekommen, bei dem ein 29 Jahre alter Mann erheblich verletzt wurde. Das bestätigte die Polizei in der Hansestadt am Abend auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Die "Süddeutsche Zeitung" hatte zuvor von einer antisemitischen Tat berichtet, bei der ein Mann in militärischer Kleidung einen jüdischen Studenten mit einer Schaufel attackiert haben soll.

Zu den Hintergründen der Tat äußerte sich die Polizei zunächst nicht. Ein 29 Jahre alter Mann habe einem Gleichaltrigen mit einem stumpfen Gegenstand auf den Kopf geschlagen und ihn dabei erheblich, aber nicht lebensgefährlich verletzt, sagte ein Polizeisprecher. Beamten, die zum Schutz der Synagoge vor Ort waren und den Vorfall beobachteten, hätten den Angreifer festgenommen. Die Hintergründe würden nun ermittelt. Auch der Staatsschutz sei eingeschaltet worden.

Der Vorfall weckt schnell Erinnerungen an das antisemitische Attentat in Halle 2019. Dem Täter Stefan B. gelang es am 9. Oktober 2019 nicht, ein Massaker in der Synagoge in Halle anzurichten. Dennoch erschoss der Täter zwei Personen und lieferte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Derzeit muss er sich in den Räumen des Landgerichts Magdeburg für seine Taten verantworten.