Paris (dpa) l Historischer Durchbruch in Paris: Erstmals haben sich nahezu alle Staaten der Welt auf einen verbindlichen Weltklimavertrag geeinigt. "Wir haben heute alle zusammen Geschichte geschrieben", sagte Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. Nach der Entscheidung brach unter den Delegierten am Samstag lauter Jubel aus, manche lagen sich in den Armen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von einem "monumentalen Erfolg für die Völker des Planeten".

Ziele:

Zentrales Ziel der 195 Länder ist es, die durch Treibhausgase verursachte Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen – und wenn möglich sogar auf 1,5 Grad. Allerdings werden die nationalen Klimaziele weiterhin von den einzelnen Ländern selbst festgelegt. Und bislang reichen die vorliegenden Pläne nicht aus, um den Klimawandel auf ein erträgliches Maß zu begrenzen. Der Vertrag ist das Ergebnis jahrelanger Verhandlungen und zahlreicher Klimakonferenzen.

Anders als beim Kyoto-Protokoll ist der Abbau von Treibhausgasen künftig Aufgabe aller Staaten und nicht nur der Industrieländer.

Finanzierung

Von 2020 bis 2025 sollen die Industriestaaten jährlich 100 Milliarden Dollar (91 Milliarden Euro) für Entwicklungsländer bereitstellen. Für die Jahre danach soll es ein neues, höheres Ziel geben. Andere Länder „werden darin bestärkt", sich „freiwillig" an der Finanzierung zu beteiligen. Für arme Länder soll beispielsweise ein Versicherungssystem gegen Schäden aufgebaut werden.

Verbindlichkeiten

Entscheidende Teile der Vereinbarung sind völkerrechtlich verbindlich. Es gibt jedoch keine Strafen bei Nichterfüllung der Zusagen.