Wiesbaden (dpa) l 2017 sind unter dem Strich insgesamt 416.000 Menschen mehr nach Deutschland gekommen als gegangen. Dem Zuzug von 1,551 Millionen Menschen stand der Wegzug von 1,135 Millionen gegenüber, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. In der Statistik sind nur Menschen erfasst, die von den Einwohnermeldeämtern registriert wurden. Die Zahl der Zuzüge von Deutschen – dazu zählen auch Spätaussiedler – ist von 146.000 auf rund 167.000 Menschen gestiegen.

Zugleich sind mit weniger Deutsche ins Ausland weggezogen. Unter den Ausländern war die Zuwanderung aus den EU-Ländern am stärksten. Dahinter kommen Asien, sonstige europäische Länder und Afrika. Zum Überschuss bei der EU-Zuwanderung trugen vor allem zugewanderte Menschen aus Rumänien, Polen, Kroatien und Bulgarien bei. Dagegen ist die Zuwanderung aus Syrien, Afghanistan und dem Irak stark zurückgegangen. Unter dem Strich kamen aus Syrien im vergangenen Jahr 60.000 Menschen (2016: 146.000), aus Afghanistan 4000 (2016: 56.000) und dem Irak 16.000 (2016: 48.000).