Magdeburg l Die SPD und besonders die SPD in Bayern hat in der Vergangenheit so gut wie nichts unversucht gelassen, ihren Rückhalt bei der Basis und ihr Image als Volkspartei zu pulverisieren – was Umfragen auch immer wieder bestätigen. Nachlässigkeit, unglückliches Agieren und handelnde Personen bilden dabei ein vielfältiges Ursachen-Gemisch.

Jetzt hat die SPD, und zwar ausgerechnet die Bayern-SPD, doch mal einen grandiosen Coup gelandet: Die Genossen haben die Wahlkampf-Kampagne der CSU gekapert. Die wirbt auf Plakaten mit dem Slogan: „Söder machts“. Wer jetzt im Netz unter www.soeder-machts.de nachschaut, landet – bei den Sozialdemokraten.

Auch auf Twitter und Facebook führt der Suchbegriff „Söder machts“ nicht zum CSU-Spitzenkandidaten, sondern zur roten Konkurrenz. Die hat sich nämlich Web-Domain und Social Media Accounts zum Söder-Thema gesichert. Und das ging nur, weil die CSU-Experten das offenbar vergessen hatten. Wieder ein schlagender Beweis, dass man aus Fehlern lernen kann. Am besten, wenn es die der anderen sind.