Berlin (dpa) l Nach einer Einigung der Koalitionsspitzen am frühen Dienstagmorgen beschloss das Bundeskabinett am Dienstag ein entsprechendes Eckpunktepapier, wonach Fachkräfte, die nicht aus den Ländern der Europäischen Union stammen, zur Arbeitsplatzssuche für sechs Monate nach Deutschland kommen können. Derzeit müssen Menschen einen Arbeitsvertrag vorweisen.

Voraussetzung für die Umsetzung sind eine qualifizierte Ausbildung und die für die angestrebte Tätigkeit nötigen Deutschkenntnisse. Konkrete Kriterien für abgelehnte Asylbewerber, die mit einem Duldungsstatus in Deutschland leben, fehlen in dem Eckpunktepapier. Das soll später im Aufenthaltsrecht geregelt werden.

An der Trennung von Asyl und Erwerbsmigration will die Regierung festhalten. "Wir werden im Aufenthaltsrecht klare Kriterien für einen verlässlichen Status Geduldeter definieren, die durch ihre Erwerbstätigkeit ihren Lebensunterhalt sichern und gut integriert sind", heißt es in dem Beschluss weiter. Damit sollen bestehende Möglichkeiten für Geduldete erweitert werden.