Vatikanstadt (dpa) l Bei dem Gottesdienst im riesigen Petersdom, der Zehntausende Besucher fasst, waren nur wenige Würdenträger und Gläubige dabei. Teile der Messe wurden in verkürzter Form begangen. Auch diesmal war wie an den Vortagen ein historisches Pestkreuz aufgebaut – dieses soll während der Pest 1522 durch die Straßen von Rom getragen worden sein.

Zu Ostern gedenken Christen in aller Welt der Auferstehung von Jesus. Die Feiern stehen traditionell im Zeichen der Hoffnung. Der Papst hatte in den vergangenen Tagen mehrfach daran erinnert, dass viele Menschen in der Corona-Krise Großartiges leisten würden.

Schon am Vortag hatte das katholische Kirchenoberhaupt die Karfreitags-Prozession wegen der Virus-Ausbreitung komplett anders als sonst zelebriert. Auf dem Petersplatz waren außer dem 83 Jahre alten Franziskus nur wenige Menschen dabei gewesen, um an Jesus' Tod zu erinnern. Die Zeremonie war vom antiken Kolosseum auf den Platz vor dem Dom verlegt worden.

Italien ist mit mehr als 19.000 Todesfällen von der Corona-Pandemie stark getroffen. Auch im Vatikan gab es einige Covid-19-Kranke, aber keine Toten infolge der Virus-Welle.