Peking (dpa) l Wie die Behörden mitteilten, müssen sich Menschen, die in die Stadt kommen, nach einer zweiwöchigen Quarantäne nun zusätzliche eine Woche in "häusliche Beobachtung" begeben. Damit dürfen Rückkehrer für insgesamt drei Wochen nicht am öffentlichen Leben teilnehmen. 

Ausländer dürfen nicht einreisen

China hat das Virus den eigenen Angaben zufolge weitgehend unter Kontrolle, ist aber besorgt über den Zustrom von Reisenden, die mit dem Coronavirus infiziert sind. Dabei handelt es sich so gut wie ausschließlich um Chinesen, die in die Heimat zurückkehren. Ausländer dürfen derzeit nicht in die Volksrepublik einreisen, weil bestehende Visa und Aufenthaltsgenehmigungen ausgesetzt wurden. 

23 importierte Fälle

Nach einer Erklärung des chinesischen Außenministeriums wurde der Pekinger Stadtteil Chaoyang am Dienstag in einer Überwachungsapp als landesweit einziges "Hochrisikogebiet" eingestuft. Zu der Einstufung kam es demnach, nachdem ein neues Infektionscluster entdeckt wurde. Ein Rückkehrer hatte demnach drei Familienangehörige angesteckt. 

Die nationale Gesundheitskommission meldete am Mittwoch 30 neue Infektionen, darunter 23 "importierte" Fälle mit Sars-CoV-2 bei Reisenden und sieben neue lokale Ansteckungen. In China haben sich nach diesen Angaben bislang mehr als 82.000 Menschen infiziert, von denen rund 77.000 inzwischen genesen seien.

Trump droht mit Konsequenzen

Die Atemwegserkrankung war erstmals in China im Dezember 2019 bekannt geworden und entwickelte sich dort im Januar 2020 zur Epidemie. Schließlich breitete sich das Coronavirus weltweit aus. Am Samstag hatte USA Präsident, Donald Trump, China mit Konsequenzen gedroht, falls es wissentlich für den Ausbruch verantwortlich sei.