Nürnberg (dpa) | Wegen der hohen Nachfrage nach Islamismus-Beratung wird die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern immer schwieriger. "Die Arbeitsbelastung in diesem Themenfeld ist hoch", sagte der Leiter der zentralen Beratungsstelle Radikalisierung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF), Florian Endres, der Deutschen Presse-Agentur.

Personal bereits aufgestockt

Dabei hätten die Länder ihr Personal in den vergangenen Monaten bereits aufgestockt. Inzwischen hätten die Beratungsstellen des Netzwerks knapp 80 Mitarbeiter. Das BAMF strebt nun eine einheitliche Aus- und Fortbildung für die Berater an. Ziel sei eine Zertifizierung in Zusammenarbeit mit Hochschulen.

Seit dem Start der Radikalisierungs-Hotline vor sechs Jahren gingen hier mehr als 4000 Anrufe ein. Alleine daraus entstanden gut 1200 Beratungsfälle. Zusammen mit den Beratungsstellen der Länder gebe es aktuell 2190 Fälle, sagte Endres. Die BAMF-Mitarbeiter vermitteln die Betroffenen an eine der dezentralen Beratungsstellen weiter. Meist ist eine Beratung über Monate oder gar Jahre nötig.