Kabul (dpa) l Bei einem Angriff der afghanischen Luftwaffe auf eine religiöse Zeremonie sind laut Vereinten Nationen mindestens 36 Menschen getötet worden, unter ihnen 30 Kinder. Mindestens weitere 71 Teilnehmer einer Freiluftveranstaltung in der Nähe einer Koranschule in der Nordprovinz Kundus seien verletzt worden, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der UN-Mission Unama in Afghanistan. Demnach erfolgte der Angriff bereits am 2. April.

Viele zivile Teilnehmer

Die hohe Zahl der getöteten Kinder stellt laut UN den Respekt der afghanischen Regierung für die Regeln der Kriegsführung infrage. Die meisten Teilnehmer an der Zeremonie im Bezirk Dascht-e Artschi seien Zivilisten gewesen.

Die afghanische Regierung hatte nach dem Angriff gesagt, es habe sich um ein Treffen hochrangiger Vertreter der radikal-islamischen Taliban gehandelt. Unter den Toten sei auch Maulawi Berian, ein hoher Taliban-Beamter aus der sogenannten Quetta-Schura, einem Leitungsgremium der Taliban in Pakistan gewesen.