Bevor es losging mit dem Digitalpakt, klang alles so schön einfach: Der Bund würde den Schulträgern fünf Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Mit dem Geld könnten die endlich die Digitalisierung in die Klassenzimmer tragen: Schulen ans schnelle Netz, Rechner in die Räume – fertig.

Jetzt, ein knappes halbes Jahr nach Öffnung der Antragstellung auf Fördermittel, zeigt sich: So einfach ist es nicht. Computer müssen gewartet werden, IT-Experten bei Technik-Problemen ansprechbar sein. Es braucht Lehrer, die fit in digitaler Bildung sind. Es gilt Software anzuschaffen, die wenig Folgekosten nach sich zieht und gleichzeitig den Schutz sensibler Schülerdaten gewährleistet. Im Moment gibt es hier zu viele offene Baustellen. Unverbindliche Handreichungen und optionale Fortbildungen reichen nicht. Was es bräuchte, wäre eine zentrale Kompetenzstelle, deren Experten den Schulträgern mit den für sie besten Lösungen zur Seite stehen. Die können – je nach Schule und Kollegium – ganz unterschiedlich aussehen.