Berlin (dpa) | SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hat die Suche nach einem neuen Parteivorsitzenden gegen Kritik verteidigt. "Vor Ihnen steht ein sehr glücklicher Generalsekretär", sagte Klingbeil am Montag vor einer Sitzung des Parteipräsidiums in Berlin. Es seien viele spannende Köpfe und Charaktere im Rennen. "Ich bin sehr zufrieden damit, wie es jetzt gerade läuft."

Am Wochenende hatte Vizekanzler Olaf Scholz bestätigt, dass er sich für das Amt bewerben will – er sucht aber noch eine Partnerin für eine Doppelspitze. Der Finanzminister begründete seine Bereitschaft zur Kandidatur mit dem mangelnden Interesse prominenter Genossen an dem Spitzenamt.

Bisher bewerben sich sechs weitere Duos und zwei einzelne Kandidaten. Die Frist läuft noch bis 1. September. Auch Klingbeil hält sich eine Kandidatur betont offen – er habe bis zum 1. September Zeit, sich zu entscheiden. Die neue SPD-Spitze soll dann in einer Mitgliederbefragung faktisch bestimmt und auf einem Parteitag Anfang Dezember gewählt werden.