Berlin l Mit einer spektakulären Aktion will das Zentrum für Politische Schönheit (ZPS) auf rechtsextreme Netzwerke und die Rolle des Militärischen Abschirmdienstes aufmerksam machen. Angekündigt wurde dies am Montagmorgen unter anderem auf Facebook und Twitter.

Das Zentrum für Politische Schönheit protestiert mit der Aktion gegen Rechtsextremismus in der Bundeswehr. Unter dem Titel "Wo sind unsere Waffen?" ruft das Künstlerkollektiv zu Hinweisen auf den Verbleib von verschwundenen Waffen und Munition der Bundeswehr auf. Am Montag (26. Oktober) errichtete die Gruppe vor dem Bundeskanzleramt in Berlin eine "Waffen-Rückgabecontainer-Station", wo Kampfmittel zurückgegeben werden könnten, heißt es in einem Bericht von Deutschlandfunk Kultur.

Zur Kampagne gehört auch die Website unsere-waffen.de, auf der verschwundenes Waffenmaterial der Bundeswehr aufgelistet ist. Mit Verweis auf Angaben der Bundeswehr sollen unter anderem 60 Kilogramm Sprengstoff und mehr als 70.000 Schuss Munition fehlen. Seit Jahren entwendeten rechtsextreme Netzwerke in der Bundeswehr laut dem ZPS ungestraft Munition und schwere Waffen, um "sich für einen Bürgerkrieg auszustatten".