Früher gab es Autos, die häufiger bei ihrem Spitznamen benannt wurden als nach ihrem Markennamen. Gegen „Ente“ oder „Käfer“ konnte sich die Werksbezeichnung nicht durchsetzen. Beim „Trabi“ spiegelt in seinen Spitznamen die Hassliebe seiner Besitzer wieder: „Rennpappe“, „Sachsenporsche“, „Fluchtkoffer“.

Heutige eher stromlinienförmige Modelle reizen den Volksmund kaum noch. Trotzdem geben Besitzer ihren Auto noch Namen. „Bärchen“, „Dicker“ oder „Fürzchen“: Jeder siebte Autobesitzer (14 Prozent) in Deutschland hat seinem Gefährt einen Kose- oder Spitznamen verpasst. Das hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov ermittelt.

Die heutigen Spitznamen zeugen vom vermeintlichen Charakter und Aussehen des Autos („Diva“), möglichen Mäzenen («Oma Gisela»), dem eigenen Fahrstil („Düsi“) oder einer besonders innigen Beziehung („Mein Lieber», «Mein Kleiner», «Bärchen»). Tatsächlich lieben 21 Prozent aller Befragten ihr Auto. Und 44 Prozent „mögen“ es immerhin.