Wohl niemand, der Lutz heißt, hat sich seinen Vornamen selbst ausgesucht. Auch im Nachhinein hätten die meisten Lutze lieber anders geheißen. Vielleicht ist das der Grund, warum es so wenige prominente bekennende Lutze gibt. In einer Promi-Liste im Internet (familienbande24.de) stößt man auf einen Komiker der ZDF heute show (Foto) und einen Magdeburger SPD-Bürgermeister. Die gute Nachricht für diese beiden und die meisten anderen Männer mit Vornamen Lutz: Einer semiwissenschaftlichen statistischen Untersuchung der Jobdatenbank Adzuna zufolge verdienen Lutze im Schnitt am meisten (118.000 Euro pro Jahr). Auch unter den Top Ten: Rolf, Georg, Dirk Rainer, Josef, Harald, Rudolf – und Joachim als Einziger mit mehr als zwei Silben.

Was sagt die Lutz-Theorie?

Eine der Erkenntnisse der Studie ist nämlich, dass Männer mit besonders kurzen Namen besonders gut verdienen. Der Versuch einer Begründung wird auch mitgeliefert: Kurz ist einprägsamer und wird deswegen von mehr Menschen positiv bewertet. Oder andersherum: Längere Namen kann sich kaum einer merken – Menschen, die beispielsweise Maximilian heißen oder Alexander, kommen nicht auf den oberen Plätzen des Gehalts-Rankings vor. Erfolgreiche Firmenbosse in Amerika lassen sich gern Ted nennen, oder Rick oder Rod (auch wenn sie Theodor heißen, Richard oder Roderich). Alles wegen der Lutz-Theorie.

Gilt übrigens kein bisschen für Frauen. Hier liegen Alexandra vorn und Judith, auch noch Andrea und Stephanie. Dafür rangieren die weiblichen Spitzen-Einkommen statistisch weit unter den männlichen. Was, oh unschlagbare Logik, nicht zuletzt daran liegt, dass Frauen in den allerseltensten Fällen Lutz heißen.

Hand aufs Herz: Würden Sie freiwillig Lutz heißen wollen? Eine nichtrepräsentative Umfrage im Kollegen- und Bekanntenkreis ergab: Eher nicht. Also gar nicht. Nicht mal für 118 000 Euro Jahresgehalt. Dann doch lieber Ted. Oder Rick. Oder Rod.