Es kommt schon mal vor, dass es in Parlamenten hochemotional wird. Joschka Fischer beschimpft 1984 den Bundestagsvizepräsidenten als „Arschloch“, in der Ukraine und der Türkei kommt es hier und da mal zu Prügeleien im Plenarsaal und in Jordanien fielen 2013 sogar Schüsse während einer hitzigen Debatte.

Tiere sind daran aber eher selten beteiligt. Anders bei den Mitgliedern des Parlaments in Taiwan. Die Oppositionspartei Kuomintang entleerte Eimer mit Schweinedärmen im Parlament und bewarf damit ihre politischen Gegner. Auf Videos ist zu sehen, wie Politiker aus beiden Lagern Schweineteile aufnahmen und sich gegenseitig damit bewarfen.

Hintergrund war der Streit um US-Fleischimporte, die die Präsidentin zulassen will. Ihren Frust darüber machten die Oppositionellen nun deutlich.

Auch in Sachsen-Anhalt wird derzeit heftig im Landtag diskutiert. Thema hier: die Rundfunkgebühr. Bleibt abzuwarten, wann dort Radios und Fernseher durch den Sitzungssaal fliegen.