Magdeburg l Schon mein Opa hat gesagt: Was nicht benutzt wird, gibt früher oder später seinen Geist auf. Und diese Warnung scheint sich bezüglich der Oberfinanzdirektion in Magdeburg zu bestätigen: Die 500 Spiegel am Gebäude, angebaut Mitte der 1990er Jahre, sind eingerostet und drohen herunterzufallen.

Um die Kosten von damals mehreren 100.000 D-Mark zu rechtfertigen, wird die Installation „Kunst am Bau“ genannt. Doch so langsam sickert durch, dass die Scheiben am Stiel eine Art Kontrollsystem waren. Jedes dieser Objekte soll mit dem Schreibtisch eines Mitarbeiters verbunden gewesen sein. Fängt er nun an zu arbeiten, beginnen sich die Spiegel zu bewegen!? Böse Zungen behaupten nun, dass sie nie gesehen hätten, dass auch nur eines der vermeintlichen Kunstwerke gezuckt hat.

Jetzt werden die Verräter demontiert. Und es wird öffentlich verkündet, dass die Objekte eingelagert werden. Vermutet wird allerdings, dass sie künftig an ausgesuchten Ministerien angebracht werden sollen.