Saalbach-Hinterglemm l Mit dem Fremdenverkehr in Österreich läuft es mäßig seit der Corona-Verseuchung im letzten Winter. Besonders erwischte es Ischgl. Das Skirummel-Dorf hat den Blues. Diesem widmet sich der 20jährige Student Marcus Hinterberger aus Saalbach-Hinterglemm in einem satirischen Lied, verbreitet im Internet. „Also sitzen ma in da G‘meinde und überleg’n die Strategie, und auf oanmal kimmt‘s ma g’schoss’n, mir mach’n Luxus-Après-Ski“, heißt es darin. Lohn war ein Shitstorm: Tourismus macht man in Österreich nicht madig! Wenn es dann noch heißt, den „Preißn“ mit neuer Strategie das Geld aus der Tasche zu ziehn, reicht’s: Die Vorstände der Ischgler Bergbahnen qualifizierten den Song als „niveauloser ,Werk‘“ eines „nicht einmal sonderlich witzigen Möchtegernkünstlers.“

Etwas Humor zeigten die Bosse aber: Sie boten dem jungen Mann den Posten des Seilbahnvorstandes an. Erfahrungen seien nur im Porschefahren und Geldausgeben nötig. Hinterberger lehnte ab. Ihm fehlt noch der Porsche.