Alkohol und Corona, eine Geschichte voller Missverständnisse. Total seriöse Meldungen à la „Alkohol ist gut gegen Corona!“ „Alkohol ist schlecht bei Corona!“ wechselten einander munter ab.

Was macht das mit den geplagten Verbrauchern? Hier lassen wir einfach Zahlen sprechen: Laut der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wurden in Deutschland zwischen Ende Februar und Ostern 34 Prozent mehr Wein verkauft, 11,5 Prozent mehr Bier und 31 Prozent mehr Schnaps. Und das, obwohl (oder weil) die Kneipen geschlossen sind. Homedrinking heißt der neudeutsche Begriff für „Krise schönsaufen“ – nach dem zehnten Getränk ist ei-hicks-lich ehegal, dassss kein Klopapiiiier gibt.

Ein Mann in New Haven (USA) hat den Trend zum Extra-Schluck etwas abgewandelt. Er brach in ein (coronabedingt geschlossenes) Kuba-Restaurant ein und trank sich vier Tage lang für mehrere tausend Dollar durch die Spirituosen-Vorräte. Diese Episoden destillieren aus den Meldungen vom Beginn des Textes deren wirklichen Wahrheitsgehalt: Corona ist gut für Alkohol!