Bremerhaven l Deutschlands vielleicht kühnster und zugleich dümmster Einbrecher – was für eine schräge Kombination. Der Mann (33) hangelte sich James-Bond-mäßig über das Ziegeldach im vierten Stock eines Bremerhavener Mietshauses. Doch dann blieb er kopfüber im Dachfenster stecken. Nachbarn, die die Aktion zufällig beobachtet hatten, alarmierten die Feuerwehr, die den plötzlich gar nicht mehr so jamesbondigen Geheimagenten mit einer Drehleiter retteten. Bei dem Einruch ging es auch nicht um Geheimakten oder einen wertvollen Diamanten. Der Mann wollte einfach nur rein. Das Fenster gehörte zu seiner Wohnung (die Tür bekam er nicht auf, offenbar weil er für das einfache Schlüssel-Prinzip zu betrunken war).

Am Ende kam er trotz der waghalsigen Kletter-Veranstaltung nicht in seine vier Wände. Sondern erst ins Krankenhaus (Schnittverletzungen) und dann ins Gefängnis. Bei der Personalienüberprüfung kam nämlich raus, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Das wär James Bond sicher nicht passiert.