Berlin l Gerade in verkehrsreichen Innenstädten ist man mit dem Rad nicht nur umweltfreundlicher, sondern oft auch schneller, als mit dem Auto. Dieser Vorteil ist ernsthaft in Gefahr.

Demnächst soll es erstmals auch Radfahrern an den Kragen gehen, wenn sie sich nicht an die vorgegebene Höchstgeschwindigkeit halten – Deutschland-Premiere. Die Berliner Friedrichstraße wird auf einigen Abschnitten ab heute zur Fußgänger-Flaniermeile – mit Radweg. Hier soll Tempo 20 gelten – und auch „mittels Handlasermessgerät“ kontrolliert werden, sagt die Polizei. Bis Tempo 41 kostet ein Verstoß 35 Euro, ab 51 km/h, das schaffen vermutlich nur wenige Radler, ist der Führerschein weg, sofern man einen hat.

Noch gemeiner ist es nachts. Hier will die Polizei bei „Verstoß gegen das Sichtfahrgebot“ Knöllchen verteilen. Radfahrer müssen innerhalb ihres Lichtkegels anhalten können, sonst Bußgeld. Diesbezüglich ist es künftig wichtig, a) überhaupt einen Fahrradscheinwerfer zu haben und b) einen möglichst starken.