Berkeley l Dass wir nicht nur von Polizisten reden, sondern auch von Polizistinnen, dass es Feuerwehrmänner, aber auch Feuerwehrfrauen gibt, ist seit Jahren Standard. Die Zeiten in denen derartige Berufe aus verschiedenen, mehr oder weniger plausiblen, Gründen fast ausschließlich Männern vorbehalten waren, sind lange vorbei. Insoweit alles gut. (Auch wenn man sich fragt, warum es bis heute keinen Krankenbruder gibt.)

Im kalifornischen Berkeley haben Sprachhüter jetzt die nächste Stufe gezündet. Dort heißt es nicht mehr „Polizist“ oder „Polizistin“, sondern Polizeioffizier (police officer). Nicht mehr Feuerwehrmann oder -frau, sondern Feuerbekämpfer (firefighter). Auf Beschluss des Stadtrats sollen die Begriffe in der Gemeindeverordnung schnellstens ausgetauscht werden. „Geschlechtsneutrale Sprache“ heißt das. Klar, Sprache lebt und entwickelt sich mit der Umwelt. Geschlechtsneutrale Sprache macht jedoch erst wirklich Sinn, wenn es keine Geschlechter mehr gibt: Wenn „Mann „ und „Frau“ nur noch „Menschheits-Mitglied“ heißen.