Montreal l Lockdown macht die Leute, je nach Pespektive, bekloppt oder kreativ. Je länger und strenger, desto verrückter. Im kanadischen Städtchen Sherbrooke, 150 Kilometer östlich von Montreal, umging eine Frau die strikte abendliche Ausgangssperre mit einem kecken Trick: Mangels Hund nahm sie ihren Ehemann an die Leine und ging mit ihm im Park Gassi. „Ich führe meinen Hund spazieren“ , erklärte sie mit todernster Miene einer überraschten Polizeistreife. Und fügte, vermutlich nur in Gedanken, hinzu: „Sonst macht er mir auf die Couch“. Die Beamten fanden zwar Gassigehen auf der Liste der erlaubten Ausnahmen, da stand jedoch nichts von Zweibeinern. Also beschlossen sie, sich veräppelt zu fühlen und brummten der Frau ein saftiges Bußgeld, umgerechnet knapp 1000 Euro auf.

Wie der angeleinte Hund, ähm, Ehemann zu dieser Aktion steht, ist nicht überliefert. Ganz offensichtlich hielt er, rein prophylaktisch, besser die Schnauze. Sonst bleibt nachher zur Strafe der Fressnapf leer.