Hamburg l Die Nachbarn in dem Hamburger Wohngebiet wurden morgens durch einen mörderischen Krähwall geweckt: 180 Hähne kikerikiten aus Leibeskräften, wie es Hähne morgens immer tun. Der Krach kam aus dem Asia-Restaurant im Erdgeschoss. Die Tiere liefen im ganzen Restaurant herum, einige waren in Boxen eingesperrt.

Die alarmierte Polizei rief einen Lebensmittelkonrolleur, der die Tiere schließlich, so steht es im Protokoll, artgerecht unterbrachte. Der Restaurantbesitzer kassierte eine Strafanzeige und regierte – irgendwie süßsauer.

Er wollte die Hähne eigentlich zum chinesischen Neujahrsfest am 12. Februar an Ort und Stelle schlachten. Offenbar als Überraschung für seine Gäste – es geht eben nichts über frische Zutaten. Jetzt muss der Wirt wohl noch mal das vegetarische Kochbuch wälzen.

Und hoffen, dass die leider missglückte Aktion möglichst bald in Vergessenheit gerät. Wie schon ein bekanntes altes chinesisches Sprichwort sagt: „Danach kläht doch kein Hahn mehl.“