So ein richtiges Großfeuer, bei dem mal eben über 50 000 Computer in Flammen aufgehen, macht eigentlich keinen so richtig froh. Oder doch?

Es passierte in Venezuela, in einer Halle unweit der Hauptstadt Caracas. Die Computer, sogenannte Wahlmaschinen, waren die wichtigsten Instrumente für die Ende des Jahres anstehenden Parlamentswahlen. Die würde aller Wahrscheinlichkeit nach das Lager von Oppositionsführer Juan Guaido gewinnen. Vom korrupten Noch-Präsidenten Nicolas Maduro haben die Venezolaner längst die Nase voll. Auch international wird der unter fragwürdigen Umständen an die Macht gelangte Maduro mit Argwohn betrachtet. Man sagt, nur durch den Rückhalt des Militärs kann er seine Position behaupten.

Wahlen würden das alles ändern, so viel ist klar. Es sei denn, die dafür nötige Infrastruktur – sagen wir, die Wahlcomputer – wären nicht einsatzbereit. Dann würde Maduro sich ziemlich sicher aufopfern und noch ein bisschen weitermachen.