Der milliardenschwere Bilanzskandal beim Dax-Konzern Wirecard hat alles, was ein guter Thriller braucht: Erst der Glamour einer jungen erfolgreichen Firma, die an der Börse in die Höhe schießt, dann Absturz, Gefängnis und flüchtige Kerle, die mit Koffern voller Millionen untertauchen. Das Detail, das nun bekannt wurde, fügt sich ebenfalls perfekt in das Drehbuch für die Hollywood-Klamotte ein.

Wie das „Manager Magazin“ berichtet, soll der flüchtigen Ex-Vertriebsvorstand Jan Marsalek echte Schauspieler engagiert haben, um Finanzbehörden zu täuschen. Als Abschlussprüfer des Wirtschaftsprüfungsfirma „EY“ zu Besuch kamen, sollen diese Schauspieler Bankangestellte gespielt haben, die eifrig ihren Geschäften nachgehen. Mehr noch: Marsalek ließ auch Möbel-Kulissen errichten, um vorzutäuschen, dass es sich tatsächlich um eine Bankzweigstelle handelt.

Was jetzt noch fehlt, ist eine verdeckte Geheimdienst-Operation und eine erschossene Blondine im Hotelzimmer. Aber wetten? Da geht bestimmt noch was.