Vatikanstadt l Sie sind jung, männlich möglichst katholisch und träumen von einer Karriere beim Militär? Dann wäre vielleicht ein Job in der kleinsten Armee der Welt etwas für Sie. Die Schweizergarde, die mittelalterliche Armee des Papstes im Vatikan, sucht dringend Nachwuchs. Und so richtig groß ist die Konkurrenz nicht. 2017 gab es noch 40 Rekruten zur Vereidigung, 2018 32 und jetzt nur noch 23.

Woran liegt das? Die gute Konjunktur in der Schweiz mache den Job für junge Männer weniger attraktiv, heißt es im Vatikan. Dabei ist die Garde absolut top. Uniform: Ein Traum in bunt mit rotem Federhut. Der Hingucker bei jeder Party. Die Bewaffnung: Hellebarde! Braucht man mehr? Gut, es gibt auch Glock-19-Pistolen und Sturmgewehre. Die Truppe: Vor einem Jahr auf Papstbefehl von 110 auf 135 Gardisten aufgestockt. Gute Größe, da kennt man sich noch. Soziales: Demnächst sollen alle Gardisten Einzelzimmer bekommen. Aber richtig stark ist: Gardisten ist die Heirat erst nach fünf Dienstjahren erlaubt. Ein wirksamer Schutz gegen übereilte Entscheidungen.