Magdeburg l Doch, Corona macht kreativ. Balkon-Konzerte und so. Langsam kommen aber auch solche nervigen Erscheinungen wieder, die wir nach ihrem erstmaligen unerfreulichen Auftauchen und dem anschließenden Abflauen als erledigt betrachten wollten. Für immer. Corona holt also Undinge wie Vuvuzela wieder ans Tageslicht. Jeden Tag punkt 19 Uhr trötet eine ganze Stadt wie wild Corona-Protest. Die gute Nachricht: Es handelt sich um Johannesburg in Südafrika, 13000 Kilometer entfernt. Die schlechte: Die verbreitete Wirbleibenzuhause-Langeweile saugt solche Impulse auch bei uns auf. Und setzt sie schnellstens um. Leider.

Wer spontan keine Vuvuzela hat (ja, auch die Vuvuzela-Fachgeschäfte sind zum Glück geschlossen), behilft sich eben mit Blockflöte, Triangel oder dem eben leergetrunkenen 5-Liter-Partyfass. Hauptsache klingt schrecklich. Deshalb hier diese inständige Bitte: Lasst die Finger von Vuvuzela, Triangel, Blockflöte und all dem Schepperkram. Dass Lärm Viren vertreibt, ist nämlich nur ein Gerücht.