Rosenheim l Wer nicht gerade Pfarrer ist, einen Job als Mediator oder Ähnliches hat, bei dem Sanftmut zur unbgedingten Tätigkeitsbeschreibung gehört, kennt diese Rachegelüste. Es dem hinterlistigen, gemein getarnten Radarblitzer mal so richtig, richtig heimzuzahlen. Am besten umgehend, an Ort und Stelle. Damit der schäbige Kasten sich ein für allemal merkt: Du! blitzt! mich! nie! wieder! Jüngster Fall: In der Nähe von Rosenheim (Bayern) brauste ein Autofahrer mit 200 Sachen am Tempo-60-Blitzervorbei. Rumms, erwischt.

Autofahrer legt Vollbremsung hin, ab jetzt tickt präzise sein Racheplan. Akkubohrer aus dem Kofferraum, ganz akkurat ein Loch in die Edelstahlverkleidung des Blitzkastens gebohrt. Als nächstes wollte der rasende Autofahrer den Blitzer mit einer ordentlichen Ladung Benzin fluten und dann anstecken. Leider (für ihn) und zum Glück (für den Kasten) kam zufällig eine Polizeistreife und verhinderte den Showdown. Jetzt drohen dem Wüterich gleich zwei Verfahren. Aber wenigstens hat er es dem fiesen Blitzer mal so richtig gezeigt.