Schiedsrichter auf dem Tennis-Court – das führte schon immer zu hitzigen Diskussionen oder gar Skandalen. Früher waren es Weltklassespieler wie Jimmy Connors oder John McEnroe, die nach vermeintlichen Fehlentscheidungen wutentbrannt ihre Schläger zertrümmerten. Und es ist gerade ein Jahr her, dass der Kanadier Denis Shapovalov im Davis-Cup-Erstrundenspiel gegen Großbritannien den Stuhl-Referee Arnaud Gabas im fünften Match regelrecht abschoss und die Partie daraufhin abgebrochen wurde.

Es geht aber auch ganz anders wie jetzt ein Beispiel bei den US Open gezeigt hat. Da kletterte der Marokkaner Mohamed Lahyani plötzlich von seinem Schiri-Stuhl herunter und machte dem schwächelnden Australier Nick Kyrgios (4:6-, 0:3-Rückstand) via Mikro Mut: „Ich will Dir helfen, ich habe Deine Matches gesehen. Du tust dem Sport gut.“ Das Verblüffende: Die Worte wirkten offenbar Wunder, Kyrgios gewann 4:6, 7:6, 6:3, 6:0. Jetzt ist die Aufregung groß und „Tennis-Flüsterer“ Mohamed in aller Munde.