Berlin/Magdeburg l Die Dinger sind gerade wegen ihrer, sagen wir, speziellen Form so beliebt bei dem Textildiscounter. Europaweit. Durch die abgewinkelten Arme passen auf den Kleiderständer viel mehr Hemden/Hosen/Jacken als auf ein politisch korrektes Standardmodell.

Ärger gibt es wegen der im Fachjargon Kreuzwinkelständer genannten Teile seit Jahren immer mal wieder, zuletzt vor einigen Tagen in Berlin. Da kritisierte ein 15-jähriger Schüler in einer Filiale die Ähnlichkeit mit einem Hakenkreuz. 2008 war das sehr an das Nazi-Symbol erinnernde Design der Klamottenhalter in Schleswig-Holstein sogar schon mal ein Fall für Kripo und Staatsanwalt. „Die Form unserer Kleiderständer hat für uns keinerlei politische Bedeutung, sondern ist einfach nur praktisch“, schreibt das Unternehmen dazu.

Die aktuelle Vor-Ort-Kritik in Berlin endete laut der Tageszeitung „Tagesspiegel“ mit einem ausgesprochenen Hausverbot. Für den Jugendlichen. Nicht für die Hakenkreuzteile. Die sind nämlich nicht unbequem, sondern einfach nur praktisch. Naja.