Washington l Okay, Donald Trump und witzig, das ist wie Nord- und Südpol, Anode und Katode, Feuer und Wasser. Das Attribut „bizarr“ trifft es da eher. Besonders, genau, bizarr ist auch diese Geschichte: Im Zusammenhang mit Corona-Hilfszahlungen wollte Trump die Schecks gönnerhaft selbst unterschreiben. Geht nicht – für Auszahlungen des US-Finanzministeriums ist der Präsident nicht zeichnungsberechtigt. Der setzte jetzt durch, schreibt die Washington Post dass statt dessen in der Betreffzeile jedes einzelnen Schecks die Worte President Donald J. Trump stehen. Es handelt sich wohlgemerkt um Staatsgelder, kein Cent davon kommt aus der Schatulle des Präsidenten.

Trump möchte in seinem eigentümlichen Selbstverständnis dennoch als Gönner wahrgenommen werden. Schließlich hat er ja auch die Corona-Bekämpfung in seinem Land zu jedem Zeitpunkt komplett im Griff und hat es schon immer als allererster gewusst, dass immer die anderen schuld sind.

Trumps Name muss jetzt extra aufwendig auf tausende Scheckformulare gedruckt werden. Das bedeutet, dass die dringend benötigten Zahlungen an die Empfänger sich um mehrere Tage verschieben können.

Dafür vervielfacht sich zumindest der ideelle Wert der Finanzspritze. Ist doch ein Riesen-Unterschied, ob man einen schnöden Scheck über 10 000 Dollar bekommt, oder das gleiche Geld mit der unbezahlbaren Zusatzinformation, dass ER, also President Donald J. Trump leibhaftig daran mitgewirkt hat. Vielleicht ist es auch nur – bizarr.