Genf l Danke, liebe Weltgesundheitsorganisation für dieses schöne Geschenk, echt jetzt.

Alle adventsgenervten Eltern hatten sich schon so gefreut. Corona und Kontaktbeschränkungen haben ja nicht viel Gutes. Dieses Eine aber schon, zumindest für die Eltern: Endlich konnten sie ihren Kindern mit diesem Argument glaubhaft verklickern, dass dieses Jahr kein Weihnachtsmann kommen kann. Keine wilde Geschenke-Arie aus der Verwandtschaft, keine Fluten von regenbogenfarbenen Einhörnern, Ballerspielen für die Konsole oder Plastikmüll made in China unterm Baum. Sondern ganz besinnlich ein paar elterlich ausgewählte nachhaltige Gaben, natürlich alles regional und saisonal.

Jetzt schicken diese, sorry, Vollpfosten von der WHO tatsächlich eine Beruhigungs-Botschaft an die Kinder dieser Welt. Weihnachtsmann sei immun gegen das neue Virus und die WHO hätte „Einreise- und Quarantäneregelungen speziell für ihn gelockert“. Weiter im WHO-O-Ton: „Dies bedeutet, dass der Weihnachtsmann und seine fliegenden Rentiere durch den Luftraum ein- und ausreisen und den Kindern Geschenke bringen können.“

Zuallererst bedeutet es in Wahrheit eine Klatsche für die plötzlich nicht mehr frohlockenden, schlagartig wieder adventsgenervten Eltern. Wie stehen wir denn jetzt da, sagen sie. Damit haben wir nicht nur den Geschenke-Gau neuerlich am Hals, sondern uns vor dem Nachwuchs vollends unglaubwürdig gemacht. Und die Erkenntnis: Corona hat doch nichts Gutes, rein gar nichts.