Gersthofen l Wer ist Schuld, wenn ein Autofahrer plötzlich falschrum durch den Kreisverkehr rauscht, dann mit dem Wagen in eine Holzstapel brettert? Als die Polizei im bayrischen Gersthofen den völlig apathischen Fahrer sah, war schnell klar: Das muss die Spinne gewesen sein. Sie krabbelte durch das Auto – zwei Zentimeter groß, sehr wahrscheinlich hochgefährlich und damit ein Fall für einen Gift-Experten.

Die Münchener Berufsfeuerwehr ließ den Mann gleich per Hubschrauber zur Unfallstelle fliegen. Schließlich ging es um Leben und Tod. Oder doch nicht - der Spezialist gab jedenfalls schnell Entwarnung. Spinne harmlos. Ein Exemplar der ungiftigen „Rostroten Winkelspinne“.

Bei näherer Durchsuchung des Unfallwagens fanden die Beamten dann noch einen geheimnisvollen Behälter – mit Haschisch. Das erklärt jetzt doch – und erheblich plausibler – warum der Autofahrer ziemlich neben der Spur war. Ob sich die Polizei bei der Spinne entschuldigt hat, ist nicht überliefert.