Bielefeld l In der Netflix-Serie „Haus des Geldes“ laufen schwerbewaffnete Ganoven in roten Maler-Overalls und mit Dali-Masken durch die Szenerie. In Bielefeld, der Stadt, die noch immer gegen den Verdacht ihrer Nicht-Existenz ankämpfen muss, laufen plötzlich ebenfalls Menschen in roten Maler-Overalls und mit Dali-Masken durch die Innenstadt. Ihre Sturmgewehre und Maschinenpistolen sehen exakt aus wie die Waffen aus der TV-Serie. Allerdings sind es, wie die Polizei nach eingehender Untersuchung feststellte, nur getailgetreue Nachbauten, zum Schießen mit scharfer Munition jedoch nicht geeignet. Die Männer, also die Bielefelder, wollten in dem Aufzug ein witziges Werbevideo für eine örtliche Shisha-Bar drehen. Die Polizisten, die Bielefelder, mutmaßten Schlimmeres, nahmen die Hauptdarsteller fest und konfiszierten die Waffen.

Das Ergebnis der ganzen Aktion: Anzeigen wegen a) Verstoßes gegen das Waffengesetz und b) groben Unfugs. Und die neuerliche Erkenntnis: Ja, Bielefeld gibt es wirklich. Zumindest die Polizei und eine Shisha-Bar.