Bremen l Ist es armen Tieren, sagen wir mal, Esel, Hund, Katze und Hahn wirklich zuzumuten, den ganzen Tag in schweren Bronzeklamotten regungslos in einer Fußgängerzone, sagen wir mal in Bremen, rumzustehen? „Tierquälerei“ hören wir reflexartig die Weltretter von der Tierschutzorganiation Peta rufen.

Das sind die, die soeben verlangt haben, dass bei den traditionellen Passionsfestspielen im bayerischen Oberammergau Hauptdarsteller Jesus künftig nicht mehr, wie die letzten 400 Jahre, per Esel einreiten darf. Denn auch das sei– Tierquälerei. Stattdessen, schlagen die Peta-Menschen vor, soll er, Jesus, doch einen Elektroroller nehmen.

Liebe Aktivisten von Peta: Kümmert Euch bitte mit aller Kraft um schreckliche Zustände bei der Massentierhaltung, unzeitgemäße Kükentötung oder illegale Hundezuchten. Aber lasst den armen Jesus und seinen alten Esel in Frieden. Und bitte auch die Bremer Stadtmusikanten. Die haben sich damals nämlich aus freien Stücken nach Bremen aufgemacht. Kann man nachlesen.