Berlin l Corona verändert alles. Selbst die Chaos-Metropole Berlin ist in Vielem dieser Tage kaum wiederzuerkennen: Busse und Bahnen fahren seltener – aber dafür meist pünktlich. Mehr als die Hälfte der Menschen halten sich an Corona-Regeln wie Kuschel- und Party-Verbot, finden kreative und oder sogar lustige Alternativen.

Das allgegenwärtige Berliner Gemecker wird zumindest in Teilen durch eine stillschweigende breite Solidarität abgelöst. Und die berüchtigt schneckengleiche Verwaltung gibt sich plötzlich flott: In sensationellen 20 bis 25 Tagen will Berlin eine Corona-Notklinik mit 1000 Betten in Messehalle 26, unweit des Funkturms, hochziehen. Sagte der zuständige Projektleiter am 19. März.

Eröffnung wäre demnach allerspätestens am 13. April. Plötzlich redet die zuständige Gesundheitssenatorin schon von, ähm, Mai. Das klingt, natürlich nur ein ganz bisschen, nach BER. Also schon eher nach dem Berlin, das wir kennen. Fast könnte man jetzt beruhigt sein – wenn es nicht so einen ernsten Hintergrund hätte.