Was haben wir gelacht, als erstmals Bilder von Boris Beckers Tochter veröffentlicht wurden. Das Kind einer extrem kurzen Liebesaffäre in einem Londoner Wäscheschrank. Die Ähnlichkeit war verblüffend. Aber - für die ein oder andere Mutter glücklicherweise - ist die Sachlage nicht immer so klar. Nicht umsonst gilt nur der juristische Grundsatz „Mater semper certa est“ (die Mutter ist immer sicher). Mit Ronan Farrow tritt nun ein delikates Rätsel wieder ins Rampenlicht. Er gilt als Wunderkind, hat schon mit 16 Jura studiert, war Mitarbeiter im US-Außenministerium, schreibt Bücher und hat nebenbei als Journalist den schmuddeligen Produzenten Harvey Weinstein erledigt und die Mee-Too-Debatte ins Rollen gebracht. Und er ist der Sohn von Woody Allen und Mia Farrow. Dachten die meisten bis 2013. Damals antwortete Mutter Mia auf die Frage, ob nicht doch Frank Sinatra, mit dem sie zwischen 1966 und 1968 verheiratet war, der Vater sein könnte: „Vielleicht“.

Ehemaliger Superlover

Ronan wurde 1987 geboren. Zu der Zeit tourte Mias nach eigenen Worten „Liebe ihres Lebens“ noch munter um die Welt. Und der 20 Jahre jüngere Woody pflegte wie immer seine Neurosen. Nicht einmal seinen Oskar für „Hannah und ihre Schwestern“ konnte er persönlich entgegennehmen. Das kann auf Dauer ganz schön abturnen und einen ehemaligen Superlover, auch wenn er schon ein bisschen ramponiert ist, wieder ins hellste Licht rücken. Immerhin soll laut Umfragen jede vierte Frau „Sex mit dem Ex“ haben.

Alle vielleicht Sinatras Sohn

Es bleibt also ein Rätsel. Und schön ist, dass wir alle mitraten dürfen. Zumal der Ähnlichkeits-Test in diesem Falle nicht ganz so eindeutig ausfällt wie beim Rotschopf aus Leimen. Ronan selbst hat cool auf die Vaterschaftszweifel reagiert. Er twitterte: „Hört mal zu, wir alle sind vielleicht Frank Sinatras Sohn.“ Urteilen Sie selbst!

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