Rio de Janeiro l Superhelden sind die Größten. Leider immer nur im Film oder im Comic. Im wahren Leben tauchen sie erst gar nicht auf. Oder lümmeln irgendwo gelangweilt in ihrer privaten Superhelden-Lounge herum.

Dass sie sich mal nützlich machen könnten, kam ihnen bisher nicht in den Sinn. Ausnahme Brasilien. Seit einiger Zeit turnen Superman und seine Spießgesellen mit Eimer und Putzlappen an der Fassade mehrerer Kinderrkrankenhäuser rum. Saubere Fenster, strahlende Kinderaugen und das großartige Superhelden-Gefühl, endlich wirklich mal etwas Wichtiges geleistet zu haben.

Sachsen-Anhalt könnte auch ganz gut den ein oder anderen engagierten, naja, Superhelden brauchen. Wenigstens einen kleinen. Zum Beispiel Bob den Baumeister („Ja, wir schaffen das“), der sich in der nächsten Woche mal komplett unsere maroden Autobahnen vornimmt. Oder einen Dagobert Duck, der den Inhalt seines Geldspeichers mal eben in die Landeskasse schaufelt.