Düsseldorf l Simba ist kaum größer als ein Handteller, stammt aus Afrika und ist eine seltene Rote Kröte (Schismaderma carens). Simba sitzt allein im Zoo von Düsseldorf. Dort war Kröte nach einer unfreiwilligen Weltreise gestrandet: 9000 Kilometer im Wanderschuh einer Afrika-Touristin, unter unwirtlichen Bedingungen. Erst im eiskalten Gepäckraum des Urlaubsfliegers, dann in der Waschmaschine. Seitdem sitzt er sicher aber einsam – im Zoo.

Seit Mittwoch (9. Oktober) hat Simba einen Kröten-Gefährten. Auch er kam als blinder Passagier im Flieger nach Chemnitz, wurde dort im Zoo abgegeben. Eine Datenbank-Recherche der Zoo-Mitarbeiter, eine Art Tier-Tinder, hat die beiden seltenen Amphibien, Afrika-Kröte Ost und Afrika-Kröte West, schließlich zusammengeführt.

Nach mehrmonatiger Quarantäne durften sie sich am Mittwoch endlich beschnuppern. Wie es jetzt weitergeht? Hängt davon ab, ob es sich wirklich, wie die Zoomitarbeiter hoffen, um Männchen und Weibchen handelt. Ganz sicher weiß man das bei diesen Kröten nämlich nie.